Hustinetten - Treffpunkt / Erfahrungsaustausch

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Kimmi
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Registriert: Di Apr 13, 2021 10:35 am

Hustinetten - Treffpunkt / Erfahrungsaustausch

Beitrag von Kimmi »

Wer hat noch ein COB -Pferd?
Was macht ihr um dem Pferd das Leben zu erleichtern?
Welchen Inhalator nutzt ihr ?
Heulage / bedampfes oder nasses Heu?
Wie geht es dem Pferd bei Wetterumschwüngen?


Ich fange gleich an, mein Pferd ist seit 2,5 Monaten als COB Pferd diagnostiziert durch eine Bronchoskopie. Seitdem inhalieren wir täglich mit dem SaHoMa II - anfangs mit Cortison nun mit NaCl oder Sole. Dazu bekommt er nasses Heu. Allerdings merkt man Wetterwechsel wie aktuell schon sehr deutlich auch an der Atmung. Da strengen ihn Trab etc viel schneller an und er pumbt schneller.
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finncha
Beiträge: 36
Registriert: Di Apr 13, 2021 8:42 am

Re: Hustinetten - Treffpunkt / Erfahrungsaustausch

Beitrag von finncha »

Ich hatte ein Pferd, welches schwer COB hatte. Leider gab es damals diese ganzen Möglichkeiten um diese Problematik noch nicht.
Ich hatte sie 13jährig gekauft und zwei Jahre später trat der erste Husten auf. Der wurde natürlich ganz klassisch mit Ventipulmin behandelt und es ging dann wieder längere Zeit. Das war Anfang der 90er. Wir sind 93 von Nürnberg nach Wangen im Allgäu gezogen und ich hatte meine Pferde dort im "Sattel" untergestellt, ein kleiner Stall am Stadtrand und nur wenige Minuten von unserer Wohnung entfernt. Es war ein umgebauter Kuhstall mit sehr niedriger Deckenhöhe. Die Pferde waren im Sommer zwar immer auf Weide, im Winter gab es aber nur ein Paddock, welches man stundenweise nutzen konnte. Dazu kam, dass das Heu durch eine Luke über dem Futtertisch nach unten abgeworfen wurde. War natürlich ungünstig, aber damals habe ich gar nicht so darüber nachgedacht.
Die 1994 übernahm ich den Stall und konnte meine Pferde in einen Offenstall stellen. Trotzdem kam der Husten immer wieder, obwohl ich das Heu eingeweicht habe und kein Stroh zur Einstreu mehr verwendet habe. Ich habe dann Tierhomöopathie und Tiernaturheilkunde studiert, damit ich alternativ auch etwas tun konnte und so habe ich das jahrelang in Schach halten können. Eine Lungenspülung haben wir damals dann noch gemacht, aber so richtig erfolgreich war die nur für den Geldbeutel des Tierarztes.
Jedenfalls musste sie Anfang Mai 2000 getötet werden, weil sie akuteste Atemnot bekam und sich auch stark abgesondert hat von den anderen Pferden. Cortison hatte sie schon bekommen und das wollte ich nicht mehr.
Heute haben wir fantastische Inhalatoren und sonstige wunderbare Mittel um den Pferden weiter zu helfen. Damals waren Inhalatoren unpraktisch und extrem teuer. Das wäre gar nicht drin gewesen. Und der Hauptgrund, warum ich den Schlussstrich gezogen habe war, dass nichts anschlug. Sie stand zum Zeitpunkt ihres Todes in einem kleinen Stall, der richtig offen war - keine geschlossenen Türen, immer leichter Durchzug und kein Stroh als Einstreu drinnen. Das Pferd des SB war selber chronischer Huster, da hat er penibelst drauf geachtet. Die Pferde hatten auch immer freien Zugang zur Wiese. Also eigentlich absolut optimale Bedingungen. Und trotzdem hat sich die Situation laufend verschlechtert.
Das war allerdings ein sehr ungünstiger Verlauf, die meisten Pferde kann man ja ziemlich gut lange Jahre stabil halten.
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